Möbeldesign Schneiders - Die Schreinerei in der Eifel
Immerath

Bierzeitung von 1970

Bierzeitung des Musikvereins Immerath von 1970
E I N L E I T U N G !
===============

Ein schöner Ort ist ohne Zweifel
das Dörflein Immerath in der Eifel.
Doch halb so schön würds hier nur sein
ohne den Musikverein.
Der ist mit knapp 14 Jahren schon
ein Verein von Tradition.

Noch nicht eine Feier wird hier gehalten
das Musikkorps hilft es gestalten,
bringt schöne Weisen dabei vor

Einleitung

Sei es an Kirmes oder an sonst einem Feste
der gute Verein tut stets das Beste
und in der Kirche nicht zuletzt
wird oft auch von ihm die Orgel ersetzt.
Kurz, überall doch gern zur Stelle
ist immer die
I M M E R A T H E R B L A S K A P E L L E

20 mal kurz

D I E Ü B U N G S S T U N D E :
= = = = = = = = = = = = = = =

Zuerst einmal zu einer Runde
am Abend in der Übungsstunde.
Dort geht es ziemlich heiter her
mal hoch mal tief, mal kreuz und quer.
Mal quiek mal quak mal bäh mal buuh.
So geht es bei der Probe zu.
In Zweierreihe sitzt man dort
jeder an seinem richtigem Ort.
Trompeten und auch Flügelhorn
gastieren in der Reihe vorn.
Dazwischen noch die Klarinetten
was wäre wenn wir sie nicht hätten.
Die Dinger sind nun mal aus Holz
doch ihre Bläser sind darauf stolz.
Das Holz aber kann auch bei heißen Zeiten
den Herren großen Kummer bereiten.
Die Flöte wird wann die Klappen paffen
nur ein Eimer Wasser kann Abhilfe schaffen.
Doch nun zu den Flügelhornbläsern zurück
oft sieht man es schon beim ersten Blick
das sie mit den Noten zu kämpfen haben
die über das hohe „G“ rausragen.
Der erste Trompeter hat letzte Zeit
mit dem Ansatz dauernd Schwierigkeit.
Statt Töne hört man nur ein Rauschen
zu gern möchte er den Sitzplatz tauschen.
Reihe Eins nenn wir zum Dank
„Die Lümmel aus der ersten Bank“

Die Übungsstunde

Die Übungsstunde

In der zweiten Reihe fast muss man bangen
sind die Schmalen die Dicken und die Langen
Posauner Tenörer und Bassist
Alles was noch übrig ist
Regt sich dort hinten an der Stätte
um zu üben die Notatte
Beim Bass fast groß wie eine Kuh
braucht man einen kräftigen Mann dazu
der kann sonst nicht einmal im Stehen
nach vorne auf die Noten sehen.
Die Zugposaune ein schönes Stück
wird nur nach unten und oben gerückt.
Ist der Bläser dann nicht groß
stellt er sich dabei selber bloß.
Er stößt mit dem Zuge dann und wann
unten auf dem Boden an.
Einige Herren sind‘s die meinen
sie müssten anders hier erscheinen
und wollen dann mit Ihren Frasen
öfter mal das Saufhorn blasen.
Den Einen hätte ich fast übersehen
der will beim Proben dauernd stehen.
Er ist der Längste in jedem Zweck
und immer unser Paukerschreck.
Schräg dem Langen gegenüber
sitzt noch so ein kleiner Lieber.
Bald glaubt man er hätte sich versteckt
doch hat ihn nur das Horn verdeckt.
Sehe ich nun die Beiden dort
denke ich in einem fort
an den Vater und seinen Sohn
oder an Pat und Patachon.

Genug jetzt mit der Überei
jeder muss noch einzeln bei
und wird sodann in hohen Wogen
kräftig durch den Kakao gezogen.

Seite 4

Ewald Hieronimus

D E R V O R S T A N D !
===================
Ewald der Kolonist
als Vorsitzender bei uns tätig ist.
Hat er auch noch so wenig Zeit
zu diesem Dienst ist er stets bereit
und schmeißt den Kram ganz fabelhaft.
Erstaunlich wie er alles schafft.
Doch hat mal jemand das Begehren
was aus der Kasse zu verzehren
dann ist er nicht mehr so famos.
Das Geld lässt Ewald ungern los.
Lila Kuh
Edmund Schneiders

W E M S G L Ü C K S I C H D R Ü C K T !
======= ======= ===== ==========

Sehr pünktlich geht der Eddemund
am Abend in die Übungsstund.
Da möchte er nicht einmal fehlen
muß sich die Zeit dazu noch stehlen.
Tritt der Verein nun einmal auf
der Schreiner spuckt uns da was drauf.
Ganz selten kommt er da mal bei
dann bleibt er lieber in der Schreinerei.
Unter die Nase haben wir es ihm oft gerieben
nur ein Grinsen ist für uns geblieben.
Josef Kaub

D E R   H A A R A U S F A L L !
==================

Früher war Josef ein Knabe mit welligem Haar
doch heute besitzt er nur noch ein paar
die er kann sein eigen nennen.
Eine Glatze machte das große Rennen.
Daran sieht man beim ersten Blick
wie schwierig ist doch die Musik.
Als Dirigent vom Musikclub
fungiert sehr gut der Kaube Jupp
und bei diesem wüsten Haufen
muss er sich oft die Haare raufen.
Da bleibt es leider auch nicht aus
dass ihm fällt der Kopfschmuck raus.
Lehrer
Kurt Schmitz

D I E  W A H R H E I T  Ü B E R  K U R T !
========================

Kurt Schmitz der fährt nun jeden Morgen
zum Flugplatz hin mit großen Sorgen.
Die Flugzeugmechanik will er erforschen
das ist noch was für junge Burschen.
So lernt der Junge schon bei zeiten
für immer die Geflogenheiten.
Das er nicht fliegt wollen wir nur hoffen
dann wäre er doch zu hart getroffen.
Durch Zufall hab ich mal erblicht
das Kurt über Geflogenheiten schon verfügt.
Kaum ist er aus der Schule raus
geht der Bursche schon mit Mädels aus
und führt die Damen Hand in Hand
stolz durchs Immerather Ackerland.
Zwei Kinder
Flieger
Hans Schmitz

D I E   R O L L K U R !
=================

Jüngst kämpft bei einem Schüsseltreiben
der Hans mit seinem Grippeleiden.
Für Husten Schnupfen Heiserkeit
hält Leibwächter er bereit.
Rollkur hat oft man es genannt
was heute wird das angewandt.
Doch knapp nach ein paar guten Stunden
kommt Hans fast nicht mehr durch die Runden.
Da haben oft die starken Drogen
ihm schon die ganze Spur verbogen.
Die Kur macht ihren Namen wahr,
und unser Hänschen rollt sogar.
So muss man führen nun den Starken
hinweg zum Gasthaus Hohenmarken.
An andern Tagen lasst Euch sagen
was rollt dem armen Kerl der Magen.
Der Husten ist sogar verschwunden
doch Anderes hat sich eingefunden.
Kopfschmerzen und auch Magenpein
musste denn das alles sein?
Als Hans nun aus dem Bett raus kriecht
besieht im Spiegel sein Gesicht
da singt ein Lied er wie noch nie
nach sehr bekannten Melodie:
„Ich weiß nicht was soll es bedeuten
dass ich so traurig
Wo war ich zu gestrigen Zeiten
das kommt mir nicht in den Sinn.
Der Kopf ist so schwer und es funkelt
in meinem Augenschein
man hat mir so was mal gemunkelt
als käms vom solide sein!“
Lehrer


Alfons Groß

D A S   H O B B Y !
==============

Am Sonntag hat der Alfons Groß
das Skatspiel im Gedächtnis blos.
Mit Kontra Re und Solo Hand
sitzt er am Tische wie gebannt.
Stundenlang hält Groß das aus
eh er wieder geht nach Haus
mit den voll gewonnenen Taschen
und dem Zeug aus großen Flaschen.
Zwei Kinder
Theo Caspar

D E R   D U R S T I G E   S O L D A T

Der Theodor der Theodor
hat sehr oft einen auf dem Ohr.
Lange wird es nicht mehr dauern
dann ist vorbei das Thekenkauern.
In Koblenz der Stadt an Mosel und Rhein
tritt Theo in die Kaserne ein.
Dort sind die Piepen viel zu knapp
da hält ihn von der Theke ab.
Auf diese Weise kann man dem Schönen
vielleicht das Trinken abgewöhnen.
Wie ist der Theo jetzt geschlagen
da man ihn einfach nimmt beim Kragen
und soweit von der Braut versetzt,
dass hat am stärksten ihn verletzt.
Vorbei ist nun wie ihm auch sei
die regelmäßige Freierei!
Lehrer


Johann Krones

D I E   T R I L L E R P F E I F E

Johann wie man ihn doch kennt
spielt ein hölzern Instrument.
Er trillert mit seinem grellen Schall
genau wie die schöne Nachtigall
und rutschelt wie ein Unikum
dann auf seinem Stuhl herum.
Musikalisch ist Johann sehr begabt
drum öfter er das Blättchen schabt.
Dadurch so war er früher schon
bewahrt man doch den guten Ton.
Sogar auch ohne Klarinett
pfeift Johann toll und so adrett.
Dann macht er ganz spitz der Mund
und trilliert froh in unsere Rund.
Zwei Kinder
Reinhold Schmitz

D I E   S C H Ö N E    U N I F O R M

In Lutzerath beim Sängerfeste
da platzt dem Reinhold mal die Weste.
Ein Blödian wollte ihn anranzen
und auf seiner Nase tanzen.
Da war der lange Binz gereizt
vom klaren Schnaps gut angeheizt.
Wer so ihn einfach angerannt
der hat den Reinhold nicht gekannt.
Er macht nicht lange mit den Quatsch
schon fliegen Beide durch den Matsch.
Binz haut den Gegner übers Ohr
und geht als Sieger klar hervor.
Jedoch die schöne Uniform
die ist im Auge jetzt ein Dorn.
Angeschmiert bis oben raus
traut er sich damit nicht nach haus.
Ehepaar


Karl-Heinz Kaspers

D I E    N E U I G K E I T E N

Ganz neu wollt Karl-Heinz uns erscheinen
und tauschte seinen Simca den Kleinen
auf einen großen Elfhundert,
darüber hat man sich gewundert.
Doch reichte diesem Wicht
allein das neue Auto nicht.
Er kaufte sich in dem Moment
auch noch dazu ein Instrument.
So geht er mit der neuen Ware
sicher in die siebziger Jahre.
Autofahrer


Reinhold Theobald

D E R    H A S E N B R A T E N !

Stolz kam der Reinhold mal nach haus
mit einem fettem Sonntagsschmaus.
Einen Hasen hielt er in der Hand
als vor seinem Haus er stand.
Das Viehchen mit dem langen Ohr
hatte er ersteigert er zuvor.
Doch schimpfte seine Frau ihn grässlich aus
als diese kam zur Tür heraus!
"Sofort musst du das Vieh entfernen
sonst kannst das Laufen Du erlernen
wirst erhöhen das Tempo doch
wie gestern es konnte der Hase noch.
Deine Ohren zieh ich Dir ohne Zwang
genau wie dem Tierchen seine so lang!"
Gehorsam wie Männer nun mal sind
gehorchte er dem treuen Kind
und legte seinen Meister Lampe
nach draußen an die Haustürrampe.
Was hatte Reinhold sich doch gefreut
weder Kosten noch Mühen gescheut.
Nun führte man ihn an der Nase
so war es für ihn nur ein falscher Hase.
Drum Theobald merk Dir bei Hasenbraten
lasst man sich vorher besser beraten
damit es auch wirklich wird ein Treffer
grad dabei liegt der Hase im Pfeffer!
Bratpfanne
Hausfrau
Immerather Talpfeifen
Günther Schneiders

Ö F T E R    M A L   W A S   N E U E S !

In Bullay an der Moselstrand
da war es wo man sich zusammenfand
um sich zu amüsieren dort
und Wein trinken in einem fort.
Wie gluckerte so sanft im Munde
der Wein zur schönen Abendstunde.
Die Gläser wippten auf und ab
jedoch dem Günter war’s zu knapp.
Eine ganze Flasche setzte er an
wollte mal sehen wie viel man vertragen kann.
Doch sowas wirft den Stärksten um
im Wein ist schließlich auch noch Mumm.
Als man ihn nachher wiederfund
war es schon nicht mehr amüsant.
Verkrochen lag er in einer Ecke
am Boden wie eine Weinbergschnecke
und hat das Pflaster abgeleckt,
da dies bekanntlich sehr gut schmeckt.
Dazu streckt er oh-jemine
den nackten Popo ganz steil in die Höh.
Der leuchtete gar in die Ferne
wie eine alte Gaslaterne.
Bullayer Brautrock hatte Günter getrunken
war jedoch mit Kröver Nacktarsch versunken.
Doch ein Geruch von Seltenheit
brachte ihn zurück in die Wirklichkeit.
Er stellte leider fest oh Schreck
tatsächlich sitzt er im eigenen Dreck.
Schuhe besaß er auch keine mehr
schon kamen zwei Gendarmen daher.
Die wollten mit ihm auf die Schnelle
im Ort in eine Ausnüchterungszelle.
Inzwischen hatten das Freunde vernommen
und waren sofort zu Hilfe gekommen
befreiten aus seiner misslichen Lage
und schafften nach haus ihn am frühen Tage.
Doch hat der Lümmel zum Dank
sie angeschmiert mit seinem Gestank!
Rebstock
Hausfrau
Walter Maas

P E T R I   H E I L

Der Angelsport heut populär
bewegt auch Wolles Walter sehr.
Er bleibt den Dingen nicht gern fern
die billig sind und so modern.
Statt zu Haus den Stall zu misten
setzt er sich an die Angelpisten.
Am frühen Morgen und am Abend
steht er am Wasser oh wie labend
wirft immer seine Rute aus
doch nie kommt mal ein Fisch heraus.
Beim Angeln ist es angebracht
dass man die Augen offen macht
schaut übers Wasser hin und her
als gäb es sonst nicht andres mehr.
Doch Walter liest so gerne eben
Romane von dem Liebesleben.
Dabei darf ihn dann keiner stören
er kann weder sehen noch hören.
Inzwischen sind die Fische fort
hinweg an einen besseren Ort.
So kommt er ohne Beute dann
zu Hause bei der Mutter an.
Angler
Erhard Kläs

D E R    S C H E I N H E I L I G E    S E P P E L

Für jeden von uns wie ihr wisst
die Probe doch so wichtig ist.
Auch Erhard wird man danach fragen
die Antwort wird ich Euch hier sagen.
Fast als Erster kommt er an
stellt sein Auto an die Schule ran.
Beeindruckt ist man sehr von ihm
weil er so pünktlich kommt zu seinem Team.
Kaum ist die Luft nun einmal rein
trügt oft nur der gute Schein.
Dann ist der Heuchler meistens fort
schnell in einen Nachbarsort.
Halb so schlimm wären nur die Sachen
würd er Musik vom Blatt weg machen.
Stattdessen macht Erhard oft großen Mist
wenn er wirklich mal zugegen ist.
Warum trinkt der Dicke nicht an anderen Tagen
das Bier für seinen durstigen Kragen.
Dem Kinde wie es würgt und stöhnt
wird bald die Flasche abgewöhnt.
Jedoch das ewige Kind im Mann
gewöhnt sie sich dann wieder an.




Elmar Schmitz

D A S    A U T O

Großzügig will der Elmar sein
und verleiht sein Autolein.
An zwei Kameraden
die noch keine Kutsche haben.
Zu lange bleiben die dann aus
der Elmar zieht die Stirne kraus.
Erkundigt sich nach seinem Wagen
es liegt ihm doch zu sehr im Magen,
dass die Zwei noch nicht redur
von der kleinen Ausflugstour.
Am Telefon oh weh und ach
werden ihm die Knie so schwach.
Die Kumpels waren ja so gut
und fuhren seinen Ford total kaputt.
Ein Sprichwort vom Auto merkt Elmar sich drauf
„Mit Au fängts an und mit c-hh hörts auf“
Autounfall
Johann Mertes

E I N    J U N G E R    E H E M A N N

Früher war für Johann Mertes
die Nacht noch etwas allerwertes.
Wie oft fuhr er als Junggesell
am Sonntag zu der Musik schnell
und kehrte nicht eher wieder ein
bis die Sonn mit vollem Schein
das Dunkel der Nacht hatte weg gewischt
sonst war es für ihn ein Sonntag nicht.


Heute ist Johann ein Widerspiel
wenn man mal länger ausbleiben will.
So auch neulich: Wir waren mit dem Vereine aus
da machte er keinen Hehl daraus
dass er zurück schon wollt um zehne
und nach seiner Frau sich sehne.
Daran sieht man nun wie man sich dreht
wenn Jugendleben ist verweht!
Der eine traut sich gar nicht heim
der Andere hat das traute Heim!
















Zurück