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Immerath

Vom Sommersitz der Römer zum Eifeldorf Immerath

Schon längst bevor unsere Ahnen sich hier niederließen,  wussten die alten Römer die Vorzüge dieses herrlichen Eifeltales zu schätzen. 


Ausgrabungen und Funde aus 1930iger Jahren lassen darauf schließen, dass etwa im 3. Jahrhundert nach Christus am Osthang der Kratermulde eine prächtige Villa entstand. Ein finanziell wohl gutgestellter Römer, so wird vermutet, ließ an dieser Stelle einen Gebäudekomplex;mit Haupthaus, Stallungen und Gesindehäuser errichten.

Allein das Haupthaus hatte ein Frontlänge von etwa dreißig Meter und beherbergte fünfzehn Räume. Erstmals urkundlich wird unser Dorf in einem Schutzbrief von König Konrad II. für das Kloster Springiersbach anno 1143 mit "Emgramenrode";erwähnt.  Eine Schenkungsurkunde des Pfalzgrafen Wilhelm aus dem Jahre 1144 beweist, dass Emgramenrode im Jahre 1136 in den Besitz des Klosters Springiersbach übergegangen ist.

Im Jahre 1475 wird in einem kirchlichen Protokoll auf eine Kapelle mit der Bezeichnung Ymgerait hingewiesen und schließlich heißt knapp 100 Jahre später (1569) der Ort in einem Visitationsprotokoll Imeraidt, was der heutigen Namensgebung schon sehr nahe kommt. Die jetzige Schreibweise findet man zum ersten Mal um 1650.
Nach Adam Wrede, in „Eifeler Volkskunde“, weisen die Orte mit der Endung „rat“ auf eine Entstehung durch eine Waldrodung hin.
Dies wiederum lässt vermuten, dass die ersten Gründer unserer Gemeinde ein dicht bewaldetes Tal vorfanden, dessen Besiedlung mühsame Rodungsarbeit erforderte.


Ein paar statistische Daten aus der Geschichte
Immerath zählte im Jahre 1557 siebzehn Einwohner, 1563 deren achtzehn (3 auf den Heckenhof), und 1587 waren es zwanzig Einwohner.
1624 zählte man siebzehn Feuerstellen oder Wohnhäuser. Es ist davon auszugehen, dass durchschnittlich pro Haus (Feuerstelle) fünf Personen wohnten.

Die Einwohnerzahl zwischen 1557 und 1625 schwankte zwischen 85 und 105.
1625 ernährten sich  15  von den 17 Familien durch die Landwirtschaft, einer war Hirte und eine Person ohne erkennbaren Beruf. Handwerker gab es in Immerath zu diesem Zeitpunkt nicht.
1624 werden in Immerath 26 Pferde, 99 Schafe und 4 Bienenstöcke gezählt.

In der Steuerliste von 1733 werden 18 Eingesessene, 4 Witwen und 9 Beisassen, 31 Haushalte und 58 Steuerpflichtige gezählt. 
1816 betrug die Seelenzahl 187,  1850 gab es in Immerath 36 Wohnhäuser und 203 Einwohner, auf dem Heckenhof lebten zwei Familien mit zehn Familienmitgliedern und auf der Immerather Mühle hatte der Müller ebenfalls zehn Personen zu ernähren.
1970 hatte das Dorf 297 Einwohner, 1985 wurden 265 Einwohner gezählt.
Zum 30.05.2000 lag die Einwohnerzahl bei 274.
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